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ERSTE MARKGRÄFLER WEINBRUDERSCHAFT E.V.
ERSTE MARKGRÄFLER WEINBRUDERSCHAFT
Auggen-Hach 1994
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SORTEN DER WEINREBE

WeisseTrauben  WeisseWeine
Gutedel (Fendant, Chasselas)
Traditionell kommt unter den Weißweinen dem Gutedel (Fendant, Chasselas) als regionale Besonderheit des Markgräflerlandes eine besondere Rolle zu.
Zu Beginn  des 17. Jahrhunderts  gibt es in Deutschland Gutedel zunächst in Württemberg und Franken, ein Jahrhundert später in Sachsen. Eine größere Verbreitung innerhalb Deutschlands erfuhr der Gutedel erst durch  Markgraf Karl Friedrich von Baden, der 1780 Pflanzgut aus Vevey am Genfer See ins  Markgräflerland einführte. Der damalige Laufener Vogt Tobias Hermann war maßgeblich beteiligt an Vermehrung und Verbreitung der Gutedel-Reben im Markgräflerland. Heute ist über ein Drittel der Rebfläche im Markgräflerland mit Gutedel bestockt.
Neben dem Weißen Gutedel gibt es auch einen Roten Gutedel. Dieser hat hellrote Beeren, die aber einen Weißwein ergeben. Alle Gutedel-Variationen sind auch köstliche Tafeltrauben.

Weitere Weißwein - Sorten
Gutedel (Fendant, Chasselas)
 Abstammung: ungewiss. Die Elternsorten konnten bislang nicht festgestellt werden.

Weisser Burgunder
Abstammung: Mutation aus dem Pinot Noir

Grauer Burgunder, Ruländer
Abstammung: Mutation aus dem Pinot noirs
Obwohl die Beerenhaut rötlich bis rot und grau gefärbt ist, wird die Rebsorte den Weißweinsorten zugeordnet.

Chardonnay
Abstammung: Natürliche Kreuzung Gouais Blanc (= Heunisch) × Pinot

Auxerrois
Abstammung: Natürliche Kreuzung Pinot × Gouais Blanc (= Heunisch)

Müller-Thurgau, Rivaner
Abstammung: Riesling × Madeleine Royale

Nobling
Abstammung: Silvaner × Gutedel

Silvaner
Abstammung: Natürliche Kreuzung von Traminer × Österreichisch Weiß

Riesling
Abstammung: natürliche Kreuzung aus Heunisch × Vitis vinifera subsp. Sylvestris und Einkreuzung eines Traminer-Klons, vermutlich aus Wildrebenbeständen am Oberrhein ausgelesen.

Sauvignon blanc
Abstammung: natürliche Kreuzung von Traminer × Chenin Blanc

Muskat-Ottonel
Abstammung: Gutedel × Ingram’s Muscat

Gewürztraminer, Clevner
Abstammung: Mutation von Savagnin blanc
Obwohl die Beerenhaut rötlich bis rot  gefärbt ist, wird die Rebsorte den Weißweinsorten zugeordnet.

Huxel(rebe)
Abstammung: Elbling x Courtillier Musqué

Solaris
Abstammung: Kreuzung von Merzling × (Zarya Severa × Muscat Ottonel) vulgo Gm 6493

Blanc de Noir - Weisser Wein von dunklen Trauben
Man lässt den Vorsaft der Trauben, die ihren roten Farbstoff nur in den Beeren und gar nicht oder kaum im Fruchtfleisch haben, vor dem Pressen abfließen, um ihn dann gesondert zu vinifizieren.
Rosé    Weine
& Weißherbst

Grundsätzlich läßt sich aus allen rot oder blau gefärbten Trauben ein roséfarbener Wein herstellen.
Werden Rotwein-Trauben sofort gepresst, also noch bevor der Gärprozess beginnt, erhält man hellroten bis roséfarbenen Traubensaft.
Sortenrein heißt dieser Wein dann etwa 'Spätburgunder  Weißherbst'
Rebsorten, die den roten Farbstoff nur in der Beerenhaut enthalten, würden beim sofortigen Pressen Weißweine ergeben. Diese Trauben läßt man zunächst auf der Maische gären, damit die Farbstoffe der Beerenhaut freigesetzt werden.
Bei Rotem Gutedel, Ruländer oder Gewürztraminer ist allein die Weinfärbung der Ausweis
Man verzichtet auf eine weitere Zusatzkennung zur Sortenbezeichnung.
Es können auch ein Weißwein und ein Rotwein zusammen einen Roséwein ergeben.
Werden verschiedene Weine zu roséfarbenen Cuvées vereinigt, heißen diese Weine ‚Rosé‘.
Rebsorten für rosé-farbene Weine
 
Roter Gutedel (Fendant, Chasselas)
Abstammung: ungewiss. Die Elternsorten konnten bislang nicht festgestellt werden. Gutedel ist jedenfalls eine uralte Rebsorte.
 
Neben dem Weißen Gutedel gibt es auch einen Roten Gutedel. Dieser hat gegenüber dem Weißen Gutedel nur hellrote Beeren, die aber beim Pressen eigentlich einen Weißwein ergeben. Läßt man die Trauben jedoch lange auf der Maische gären, lösen sich Farbstoffe aus der Beerenhaut und man erhält einen Wein mit einem Zartrosa-Farbton.
Gutedel ist sowohl als Keltertraube wie auch als Tafeltraube geeignet.
Das Synonym ‚Chasselas‘ lässt sich bis auf das Jahr 1654 zurückverfolgen.
 
Die Gutedel-Trauben sind groß, lockerbeerig und geschultert. Auch die Beeren sind sehr groß, rund, grüngelb oder rot (je nach Typ von weiß, rosarot oder rot). Die Beerenhaut ist dünn, aber fest und sonnenseits häufig bräunlich gefärbt. Die Beeren schmecken saftig bis knackig süß. Die Reife erfolgt mittelfrüh, etwa 100 Tage nach Blütenabschluss.
 
Beim Gutedel gibt es zahlreiche Spielarten, die durch Mutation entstanden sind: mit besonderer Blattform, z. B. Geschlitzter Gutedel (‚Petersilientraube‘), mit verschiedener Beerenform und -farbe (‚Blassroter Gutedel‘ und ‚Roter Gutedel‘) oder mit früherer Reife (früher ‚Weißer Diamant-Gutedel‘, ‚Krachgutedel‘). Im Gutedelgarten Badenweiler sind viele dieser Variationen mit jeweils einigen Rebstöcken gepflanzt und auch zu sehen.
   
Grauer Burgunder, Ruländer
Abstammung: Mutation des Pinot noirs aus der Familie der Burgunder
Die dünnhäutigen Beeren verlangen eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da durch Verletzungen der Schale ihr Saft zu früh freigesetzt wird. Die aus dem Gauburgunder gekelterten Weine weisen einen leichten Apfelton auf und haben eine schöne Frische. Sie besitzen eine kräftige goldgelbe Farbe, bei sehr guten Qualitäten manchmal auch leichte Brauntöne.  
Obwohl die Beerenhaut rötlich bis rot und grau gefärbt ist, wird die Rebsorte den Weißweinsorten zugeordnet. Die Rebsorte eignet sich auch sehr gut, um Roséweine herzustellen, was aber längere Maische-Standzeiten erfordert.
In Venetien ist dieser Wein recht populär und wird dort mit ‚Ramato bezeichnet.

Gewürztraminer
Abstammung: Mutation von Savagnin blanc
Die Trauben mit gelb-rötlich gefärbten Beeren erreichen hohe Mostgewichte und zeichnen sich durch intensive Aromen aus: Wildrose, Litschi, Kumquat, Bitterorange und Marzipan sind sortencharakteristische Geschmacks- bzw. Geruchsnoten.
Obwohl die Beerenhaut rötlich bis rot gefärbt ist, wird die Rebsorte den Weißweinsorten zugeordnet. Läßt man die Trauben lange auf der Maische gären, lösen sich Farbstoffe aus der Beerenhaut und man erhält einen Wein mit einem Zartrosa-Farbton.

Riesling
Abstammung: natürliche Kreuzung aus Heunisch X Vitis vinifera subsp. Sylvestris und Einkreuzung eines Traminer-Klons, vermutlich aus Wildrebenbeständen am Oberrhein ausgelesen. Die Traminer
Einkreuzung könnte spontan erfolgt sein und stellte wahrscheinlich eine qualitative Verbesserung dar.
Neben dem Weißen Riesling gibt es auch einen Roten Riesling. Dieser hat gegenüber dem Weißen Riesling nur rote Beeren, die beim Pressen einen Weißwein ergeben.

... aus allen Rotwein-Sorten ...
Grundsätzlich läßt sich aus allen rot oder blau gefärbten Trauben ein roséfarbener Wein herstellen. Werden Rotwein-Trauben sofort gepresst, also noch bevor der Gärprozess beginnt, erhält man hellroten bis roséfarbenen Traubensaft.
Sortenrein heißt dieser Wein dann etwa ‚Spätburgunder  Weißherbst.
Cuvées heißen Rosé.
RoteTrauben RoteWeine

Im Rotweinbereich sind wir im Markgräflerland Spätburgunder Land.
Das milde südliche Klima der markgräfler Weinlagen lässt unsere Pinots hervorragend gedeihen. Unsere Kellermeister vinifizieren edle Tropfen aus den Trauben des ‚Blauen Spätburgunder‘ oder seiner klein-beerigen Variation ‚Pinot Noir‘.
Außerdem bauen die markgräfler Winzer auch besondere Rotwein-Spezialitäten an, so die alte Rebsorte ‚Nebbiolo‘, die aus dem Piemont stammt und auch im Markgräflerland hervorragende Rotweine hervorbringt. Unsere Weinberge beheimaten auch die Rotwein-Sorten Cabernet-Sauvignon, Zweigelt, Merlot, Cabernet Mitos, Cabernet Dorio, Acolon und Regent. Manche dieser Weine werden mit unseren Hauptsorten zu ganz besonderen Rotwein - Cuvées vereinigt.
Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen dokumentieren den hohen Qualitätsstandard unserer Weine.
Spätburgunder (Pinot noir)
 
Traditionell kommt unter den Rotweinen dem Spätburgunder als regionaler Besonderheit des Markgräflerlandes eine besondere Rolle zu.*
*Spätburgunder wurde bei uns bereits im 17. Jahrhundert, zur Regierungszeit von Markgraf Karl Friedrich von Baden, im Sorten-reinen Satz angebaut.
Heute ist fast ein Drittel unserer Rebflächen mit Spätburgunder-Reben bestockt.
Neben dem klassischen Spätburgunder gibt es auch eine Variante mit sehr viel kleineren Beeren, den ‚Pinot noir‘. Da die Beeren der Spätburgundertrauben den roten Farbstoff nur in der Beerenhaut ablagern, erbringen die kleinbeerigen Klonvarianten ein günstigeres Mengenverhältnis  für die Beerenhaut und admit mehr Farbstoffanteile im Traubenmost. Diese Weine brillieren durch ein besonders intensives Rubinrot.
 

Unsere Rotwein - Sorten
 Blauer Spätburgunder, Pinot noir
Abstammung: noch ungeklärt, stammt möglicherweise in direkter Linie von der Wildrebe ab.
 Presst man nach der Lese die Trauben gleich, erhält man Roséwein, Weissherbst oder Blanc de Noirs (aus ungepresstem Beerensaft).
  
Nebbiolo
Abstammung: nicht feststellbar, Elternsorten vermutlich ausgestorben.

Cabernet-Sauvignon
Herkunft: natürliche Kreuzung der Sorten Cabernet Franc × Sauvignon Blanc
 
Zweigelt, Blauer Zweigelt
Abstammung: Kreuzung aus den Sorten St. Laurent x Blaufränkisch
 
Merlot, Merlot Noir
Abstammung: Kreuzung von der nahezu ausgestorbenen Rebsorte Magdeleine Noire des Charentes X Cabernet Franc (aus Frankreich, bekannt seit 1784)
 
Regent
Abstammung: Kreuzung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) X Chambourcin
Regent ist sowohl als Keltertraube wie auch als Tafeltraube geeignet.

Cabernet Mitos

Abstammung: Kreuzung der Sorten Blaufränkisch X Teinturier du Cher
 
Cabernet Dorio
Abstammung: Kreuzung der Sorten Blaufränkisch X Dornfelder
 
Acolon
Entstammt der gleichen Kreuzung
Rosé Weine

Rotwein-Sorten

Weißwein-Sorten

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